Hafenlohrtal

Bei der langen Lesenacht im Hafenlohrtal wurden nicht nur literarische Schätze gehoben. Die beiden Ortsgruppen des Spessartbundes aus Volkersbrunn und Helmstadt entsandten zwei Dialektsprecher, die sich auf höchstem Niveau duellierten. Der Volkersbrunner Karl Schmitt ließ das Dorfleben mit feinen Anekdoten wieder aufleben. Sein rheinfränkischer Dialekt (auch gemeinhin "hessisch" genannt) schlug bis zur letzten Zeile durch. Aktuelles hatte er auch mitgebracht - einige Verse über das Ende des Hafenlohrtalstaudamms.
Bernd Schätzlein aus Helmstadt hatte nur eine Geschichte zu bieten, die es aber in sich hatte. In Reimen erzählte sie, wie die Helmstädter zu ihrem Spitznamen "Blöhmäüser" kamen. Das Staunen der 30 Zuhörer war groß, denn Schätzleins Sprache war durch und durch fränkisch - und so ganz anders als das vorher gehörte.
Der Initiator der Aktion, Erich Perchermeier von der Aktionsgemeinschaft Hafenlohrtal, brachte es in seinen abschließenden Dankesworten auf den Punkt: Die meisten Zuhörer verstanden zumindest einen der beiden Dialektsprecher. Er hingegen war von beiden gleich beeindruckt und hatte jeweils hart mit dem Verstehen der Texte zu kämpfen - ist er doch ein Niederbayer.

Spessartbund Literarischer Kulturweg 24