Schulwanderung - Tag des Wanderns im Gau Kahlgrund 2018

Hörstein. Was haben hängende Tierknochen, ein Weingut und essbare Wildkräuter miteinander zu tun? Sie alle sind Teil der Natur und waren Inhalt der Erlebnis Exkursion, die am Tag des Wanderns für Schüler der dritten und vierten Klassen der Grundschule Hörstein angeboten wurden. Ideengeber, Initiator und Organisator war der GAU Kahlgrund mit seinem Vorsitzenden Markus Stenger. Die vier Gruppen starteten jeweils mit einer Lehrerin und einem Wanderführer im Pausenhof der Schule, als es noch kräftig regnete und liefen nach dem Rotationsprinzip von Station zu Station- den vierten Anlaufpunkt bildete ein Spiel- und Spaßangebot für alle Sinne auf einem Spielplatz. Jeweils etwa 30 Minuten hatten die Kinder Zeit, sich zum entsprechenden Thema zu informieren. Förster Matthias Braun hatte in seinem „Revier“ Knochen von verschiedenen Waldbewohnern aufgehängt und zeigte den Kindern Tierspuren. Kräuterführerin Sylvia und Berthold Schüßler fanden mit den Kindern auf einem Garten bzw. „Okrain“, den die Familie einer Schülerin zur Verfügung gestellt hatte, verschiedene Kräuter, verkosteten frisches Brot mit Kräuterquark und erzählten ein Märchen zur Schafgarbe. Vor allem der nach Pfeffer schmeckende Gundermann faszinierte die  Naturentdecker. „Wenn die Kinder sich einmal im Jahr eine Pflanze merken können bin ich schon froh, und dann haben sie am Ende der Schulzeit doch einige zusammen“ sagt die Kräuterfachfrau. Gegen 8.30 ließ der Regen nach- um 10 Uhr schüttete es allerdings nochmal wie aus Eimern, so dass die dritte Gruppe, die zu dieser Zeit am Spielplatz ankam erst einmal unter einem Meer aus Regenschirmen verschwand und Frühstückspause machte. Ein Riechmemory, ein Blindenparcours sowie überdimensionale Hüpfsäcke, ein Wurf- und Balancierspiel boten den Kindern die Möglichkeit, sich ein wenig auszutoben. Bei Winzer Nils Hohnheit konnte man erfahren, wie Most bzw. Wein gemacht wird. Die Kinder bekamen Einblick in die „Werkstatt“  des Winzers, Lehrerin Frau Pütz zeigte sich begeistert von der Aktion. „Ich finde auch die Besichtigung des Weinguts sehr passend, denn Hörstein blickt auf  eine lange Weinbautradition zurück.“ Um 12 Uhr hieß es wieder: Rückmarsch antreten, aber diesmal im Sonnenschein, so dass die nassen Jacken am Ende wieder trocken waren. Patricia Pitz


Vogelstimmen Exkursion

Schöllkrippen. Eine Vogelstimmen Exkursion erlebten einige Familien an einem schönen April- Sonntag in Schöllkrippen. Am Bauwagen inmitten der Streuobstwiesen des Ebbelwoi Stammtisches durften sich die Kinder zunächst einen Nistkasten zusammen schrauben und diesen mit ihrem Namen versehen. Florian Elsässer und Holger Wahrenburg unterstützen die Kinder dabei. Christof Lorenz fragte die Kinder, wieso wir den Vögeln Behausungen helfen. „Die Vögel finden nicht mehr genug Plätze.“ wusste ein junger Teilnehmer. Beim anschließenden Spaziergang hieß es Ohren aufstellen und lauschen: Tschilp Tschilp, Rotkehlchen, Amsel, Zaunkönig, Grasmücken und Meisen waren unter anderem zu hören. Dass es einem manchmal so vorkommt, als singen sich zwei Vögel fröhlich einander zu heißt im Vogelsprache eigentlich: „das ist mein Revier!“ Auf witzige Art beschrieb der Vogelkundler die Absichten der Vögel. „schaut, der hier hat im Sommer dieses schöne Prachtkleid, aber im Winter sieht es so aus“ und deutete dabei auf ein Foto. „Das heißt, dann sitzt der auch nur mit der langen Unterhose rum.“ Auch der Zaunkönig ist eine Mogelpackung: er baut mehrere Behausungen, von denen sich das Weibchen dann eine aussuchen darf. Das Problem dabei: er tut dies mit mehreren Weibchen auf einmal. Dass es Warnrufe gibt, die alle Vögel verstehen war ein weiterer bemerkenswerter Punkt. So gebe es sowohl einen Warnruf der bedeute: „Achtung Leute, schnell nach oben, Feind von unten“, als auch einen Warnruf, der die gefiederten Freunde vor einem Fressfeind aus der Luft warne. Patricia Pitz


Puppentheater Lari-Fari am 18.02.2018 in der Geschäftsstelle

Von Jahreszeiten und Freundschaften

Dass für eine Theatervorführung überall Platz ist, vor allem wenn es sich um eine kleine Kofferbühne handelt,  davon überzeugten sich am Sonntag, den 18. Februar kleine und große Besucher des Puppentheaters Lari Fari in der Geschäftsstelle vom Spessartbund. Hierbei machten die Gäste Bekanntschaft mit einem Frosch, der munter wie jeden Morgen in seinen Teich springen will, sich dabei aber rutschend auf einer Eisfläche wiederfindet. Kein Wunder, denn der grüne Teichbewohner hat zuvor noch nie einen Winter erlebt! Freunde wie die Ente und der Maulwurf helfen dem nun erkälteten Frosch mit einem Schal, ein wenig Brennholz und einer warmen Suppe. Der Igel bekommt von alldem nicht viel mit, denn er hält Winterschlaf- was das ist erklärte ein junger Besucher dem Publikum. Die Kinder wurden auch sonst in die Handlung mit einbezogen: sie halfen dem Frosch aus dem Schnee, als er dort hineingefallen war, sangen Lieder über die Jahreszeiten und über Freundschaft mit. Und im Anschluss kamen die Figuren noch zu ihnen und durften gestreichelt werden.

Patricia Pitz

Fotos: Helga Lorenz