Veranstaltungsberichte

Familiennachmittag "Der Natur auf der Spur"

an der Schutzhütte des Wandervereins Breunsberg am 09. April 2017

Bei herrlich sonnigem und warmem Frühlingswetter waren zahlreiche Gäste und Vereinsmitglieder  zur traditionellen Palmsonntagsveranstaltung in der erwachenden Natur zur Breunsberger Schutzhütte gekommen. Die kleineren Besucher wurden in der Bastel- und Malecke von Katrin und Achim Dahlheimer sowie Silke und Martin Zang betreut. Die Kids konnten dort ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Beim Naturquiz unter der fachkundigen Führung von Sebastian Reuter, Christoph Schimmer und Daniel Tusch galt es von den Naturdetektiven, Fragen aus den Bereichen Bäume und Sträucher, einheimische Vogelwelt, sowie der Welt der Insekten und  Schmetterlinge zu beantworten. So konnte man beispielsweise die wichtigen Unterschiede zwischen Bärlauch und dem hochgiftigen Maiglöckchen erfahren; auch der artenreiche Lebensraum Streuobstwiese wurde behandelt. Ein weiteres Hauptthema war der Waldkauz - Vogel des Jahres 2017. Interessante Infos gab es über die Kornweihe - einen seltenen Greifvogel, der mit etwas Glück auch am Himmel über Breunsberg zu beobachten ist. Eine Mithilfe der Eltern beim Quiz war ausdrücklich erwünscht. Den ersten Platz belegte Matthäus Vogel, zweiter wurde Phoebe Anderlohr. Der dritte Platz wurde von Yan-Niklas Staab belegt. Die Gewinner bekamen Buchpreise und danach wurden alle Teilnehmer mit Ostereiern und süßen Kleinigkeiten belohnt. Auch beim Stockbrotbacken am Lagerfeuer hatten die Kids noch viel Spaß.

Wir danken der Jagdschule Spessart für die bereitgestellten Tierpräparate, den zahlreichen Kuchenspendern und allen anderen, die zum Gelingen dieser Veranstaltung beigetragen haben.


Jahresversammlung beim Gesellschaftsklubs „Fidelio“ am 03.02.2017 im Waldhaus

Arbeitsreiche und nicht ganz sorgenfreie Zukunft 

 Zur Jahresversammlung am 03.02.2017 konnte die 1. Vorsitzende, Julitta Weber, im Waldhaus 70 Mitglieder begrüßen.

Im ausführlichen Jahresprotokoll des Protokollführers Eberhard Väth wurde auf die einzelnen Veranstaltungen hingewiesen, vor allem an die finanziellen zukünftigen Belastungen hinsichtlich des Wiederaufbaues der Sport- und Spielhalle (Wirtschaftsgebäude), die durch einen Brand in der Nacht vom 17.10./18.10.2016 völlig vernichtet wurde. Zwischenzeitlich sind die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft abgeschlossen. Danach ist von Brandstiftung auszugehen. Die Täter konnten bisher jedoch nicht ermittelt werden.


Die Planungen zum Wiederaufbau wurden sofort in Angriff genommen und dank der vorzüglichen Planungsarbeit des Architekten Christof Bachmann und der wiederholten Nachfragen bei der Stadt Aschaffenburg wurde die Baugenehmigung mit etlichen Auflagen am 31.01.2017 erteilt.

Zur zeitnahen Ausführung der anstehenden Arbeiten wurden 2 Arbeitsgruppen für die Koordinierung der Arbeiten zum Wiederaufbau der Sport- und Spielhalle und für die baulichen und technischen Änderungen zur Durchführung des bevorstehenden Waldfestes. Der Vorstand wurde einstimmig ermächtigt im Einvernehmen mit der Arbeitsgruppe „Wiederaufbau“ und der Entscheidung des Beirates die notwendigen Aufträge zu erteilen (satzungsgemäße Voraussetzung).  Das zeigt die Geschlossenheit des Vereins zur Bewältigung der bevorstehenden Anstrengungen.

Erfreulich ist die Entwicklung der Mitgliederzahlen. Seit Jahren ist ein kontinuierlicher Zuwachs zu verzeichnen. Mit nunmehr 437 Personen ist der höchste Stand seit  40 Jahren erreicht. Die vorzügliche Jugendarbeit von Christian Karpf und die intensive Betreuung der Senioren, geleitet von Bill und Inge Fäth, sowie Karola Griesbeck zahlen sich aus.

Der Kassenbericht zeigte deutlich, dass der Besucherstrom an den Pfingstfeiertagen 2016 zum Waldfest wetterbedingt nicht wie erwartet einsetzte. Der Reinerlös erreichte bei Weitem nicht das Ergebnis der Vorjahre.

Die Revisoren bescheinigten dem Kassenführer Christian Kirchner eine vorbildliche, akribische Führung der Kassengeschäfte. Die Vorstandschaft wurde einstimmig entlastet.


2016 wurden insgesamt 28 Wanderungen angeboten und 247 km zurückgelegt. 1.190 Erwachsene und 206 Kinder nahmen daran teil. Die beste Beteiligung lag bei 98 Teilnehmern. Bei den Senioren kam auch die Kultur und die Besichtigungen interessanter Einrichtungen nicht zu kurz (Stadttheater, Biogasanlage Niedernberg,  Leiderer Hafen, Osterbrunnenfahrt, Besuch einer Oper usw.).

Stefan Karpf informierte über die Entwicklungen auf dem Exe und die verschiedenen Aktionen im Bereich Naturschutz.

Die Berichte der weiteren Sachbearbeiter,  Wegewarte, Wirtschaftsausschuss, Wirtschaftsbetrieb Waldhaus, Pressewart, Archivar,  Platzwarte, Freizeit-und Vergnügungsausschuss, des Mandolinenrochesters und der Gesangsgruppe, Kulturwart, Fähnrich,  wurden mit Interesse zustimmend zur Kenntnis genommen. Bei „Fidelio“ wird viel geboten.

Der Zuspruch zum Vereinsleben im Gesellschaftsklub „Fidelio“ bestätigt sich auf durch weitere 4 Neuaufnahmen.

 

Zum Abschluss wurden noch 8 anwesende Mitglieder für ihre langjährige Mitgliedschaft geehrt.

 

Für 25 Jahre:
   Peter Bahmer, Britta Müller.

Für 40 Jahre:
   Doris Megerle, Edgar Megerle, Michael Karpf, Burkhard Stürmer.

Für 50 Jahre:  
   Hans Herold und Gerlinde Stapf (s. Foto)

 

Die 1. Vorsitzende Julitta Weber bedankte sich bei der Geschäftsführung, den Sachbearbeitern, Ausschussmitgliedern und Wanderführern für die vertrauensvolle Zusammenarbeit, die zur Erreichung des Vereinsziels beigetragen hat. „Fidelio“ ist der Verein, dem man gerne angehört, mitarbeitet, Verantwortung übernimmt und bei dem man sich wohlfühlt, auch wenn das Jahr 2017 von allen Mitgliedern besondere Anstrengungen verlangt und der finanzielle Rahmen eingeschränkt wird.


Kulturelle Herbstfahrt nach Erfurt

Am 03. Dezember fuhr der Lohrer Spessartverein mit 2 Bussen nach Erfurt; es war die kulturelle Herbstfahrt des Vereins und „ alle, alle, alle kamen“ und wollten mit. Zügig ging's über die A7 und die zahlreichen Thüringer Tunnels hindurch in eine nasskalte und nebelige Schneelandschaft. In Erfurt angekommen, wartete schon der gut beschlagene Domführer auf uns. Er wusste, dass die Gruppe die, frierend wie ein Schneider vor ihm stand, zu Hause auch mit Mainzer Geschichte konfrontiert ist und das Mainzer Rad im Wappen hat. „Aber Schneewittchen habt ihr nicht!“ rief ein ganz Pfiffiger und sorgte also dafür, dass dieses Thema am Mittagstisch wacker weiter ausgezutzelt wurde. Dieser Mittagstisch stand für alle 97 Teilnehmer im „Goldenen Schwan“, einem mit viel Holztäfelungen, Malereien und herrlichen Dekorationen versehenen stilvollem großem Gasthaus in der schmalen Michaelisgasse. Am Nachmittag sahen wir die Zeugnisse jüdischer Geschichte in der Hauptstadt Thüringens. Mit 7000 Mitgliedern, hauptsächlich aus Russland, ist dort wieder ein reges jüdisches Gemeindeleben möglich. Herrlich der Fischmarkt mit den stolzen Bürgerhäusern, wie Perlen an einer Schnur reihen sie sich aneinander und vermitteln die authentische Bedeutsamkeit dieser Handelsstadt, deren Lage im Kreuzpunkt großer Handelsrouten ihre Bürger zu Reichtum gebracht hat. Der Waid, eine Färberpflanze für blauen Farbstoff, spielte ebenfalls eine Rolle In Erfurt und in der deutschen Sprache. „Blau machen“ wird darauf zurückgeführt, eine Mußezeit also bei der Herstellung als die Brühe ruhen musste, Waidhäuser zum Trocknen der Pflanzen mit beweglichen Läden sollen, wenn man dies Produkt haben wollte, zum Ausdruck des „ Ladenverkaufs“ geführt haben. Die Krämerbrücke voller Turis, das gelbe Haus an der Gera, das Luther einst als junger Student bewohnt haben soll, waren sehenswert und tadellos hergerichtet und vor allen Dingen, die Mitteilung , dass es überall in Erfurt aufwärts geht, Arbeitskräfte holt man
sich aus den weniger begüterten Regionen im Nordosten, verursachte zurecht Gefühle der neidlosen Anerkennung bei den Besuchern aus dem westlichen Nachbarland. Der Weihnachtsmarkt, direkt unter dem Domhügel mit dem weithin sichtbaren Riesenrad, deren Schaukeln aber leer blieben, gab Gelegenheit wieder etwas Wärme zu tanken und Unterschlupf neben manchen Buden aufzusuchen. Das geistige Zentrum Erfurts, das Bistum wurde wie eben auch die Bistümer Mainz,Würzburg, Eichstätt und Utrecht von Bonifatius gegründet, liegt auf einer Anhöhe und besteht aus dem romanisch angefangenen und später gotisch vollendetem Mariendom und der dreispitzig behelmten Severikirche. Städteschönheit pur und in Ehren alt geworden, denn die Anfänge der Bauwerke gehen zurück auf die Zeit von Karl Martell und Karl den Großen. Der bereits erwähnte Domführer lobte uns, da wir wussten, dass in den achteckigen Taufstein gleich hinter dem Triangel – Ausbau, der in einer kunstvollen großen flachen Schale das Weihwasser trug, keine Fische hineingehörten. So haben wir also , es sei dem Alter geschuldet, eine „bella figura“ gemacht. Das „nagelneue Organisationsteam“, das aus Marianne Breckner, Elmar Seufert und Helga Weber besteht, hat ganze Arbeit geleistet.

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