Aktuelle Meldungen

„Weichen für die Zukunft“ lautete das Motto der Halbjahresversammlung des Spessartbundes

Hauptvorsitzender Dr. Gerrit Himmelsbach hatte zur Halbjahresversammlung nach Gelnhausen-Hailer eingeladen. Er informierte die Vertreter der Ortsgruppen aus dem gesamten Spessartbund-Gebiet zwischen Frankfurt, Bad Orb und Würzburg über die Ergebnisse des „Jahresgesprächs“ in Rothenbuch und weitere Aktivitäten des Hauptvorstandes. Angesichts der immer älter werdenden Mitglieder müsse man sich auf die geänderten Mitgliederstrukturen einstellen, den älteren Mitgliedern gerecht werden und gleichzeitig neue und moderne Kommunikationswege aufbauen. Diesen Spagat gelte es zu lösen, so Hauptvorsitzender Gerrit Himmelsbach.  Ein wichtiges Medium sei auch in Zukunft die Mitgliederzeitschrift „Bundspecht“. Er stellte hierzu mehrere Alternativen vor. Die endgültige Entscheidung wurde der Vorstandschaft zur weiteren Beratung übertragen.

Erstmals konnte an Wanderführer Helmut Stowasser, auch Vorsitzender des Gau‘s „Hohe Warte“  ein „Heimatdiplom“ vom Hauptvorsitzenden Gerrit Himmelsbach verliehen werden. Helmut Stowasser habe sich durch zahlreiche Aktivitäten besondere Verdienste um unsere Heimat erworben. Als jüngste Beispiele seien die von ihm organisierten Wanderungen zu verschiedenen Wasserthemen hervorzuheben. Dabei werde den teilnehmenden Wanderer viel Wissen zum breiten Spektrum „Wasser“ angeboten. Dies reiche von den Fließgewässern Main und Aschaff bis zur Wassergewinnung und Trinkwasseraufbereitung.

Der Präsident des Bayerischen Heimat- und Wandervereine, Dr. Gerhard Ermischer, würdigte in seinem Grußwort den hohen Stellenwert des Spessartbundes bei der Ausbildung von Natur- und Wanderführern.  Diese haben einen überregional anerkannt hohen Bildungsstand. Deshalb werde das Fort- und Weiterbildungsprogramm des Spessartbundes  nicht nur auf die anderen  bayerischen Regionalverbände, sondern deutschland-, sogar europaweit übernommen.  Zusammen mit der Akademie in Laufen werde künftig unter Federführung des Spessartbundes die Ausbildung  zu Natur- und Landschaftsführern. Weitere Ausbildungsschwerpunkte sind im Bereich Wanderführer, Gesundheitswanderführer, Jugend- und Schulwanderführer angesiedelt.  Uwe Brüggmann, stellvertretender Hauptwanderwart des Spessartbundes und seit wenigen Wochen Landesfachwart „Wandern“ des Bayerischen Landesverbandes, nutzte die Gelegenheit, um den neu ausgebildeten Natur- und Wanderführern ihre Zertifikate auszuhändigen.  Auch warb er für den neuen Lehrgang, der im Herbst an mehreren Orten stattfindet. Von der neuen Wanderakademie erwartet er neue Impulse für den Spessart und eine „Frischzellenkur“ für viele Wandervereine.

Erstmals konnte in der Versammlung das Deutsche Wanderabzeichen in Gold verliehen durch die Hauptwanderwartin Heike Buberl-Zimmermann verliehen werden. Empfänger waren die Eheleute Heinz und Renate Weber (Riedern). Sie haben in fünf Jahren mindestens 1000 Kilometer erwandert.  Erst seit dem 1. Januar 2011 beteilige sich der Spessartbund an dem in  Deutschlands ersten bundesweit anerkannten „Nachweis für regelmäßiges Wandern und verwandte Bewegungsaktivitäten“. Zur Dokumentation der Teilnahme an regelmäßigen Wanderungen in seiner Vielfalt gebe es zur Vorlage bei den Krankenkassen „Bonusprogramme“. Dabei könnten nicht nur Mitglieder mitmachen. Der erforderliche Pass  ist kostenfrei und  über die Geschäftsstelle des Spessartbundes und deren Ortsgruppen erhältlich. Heike Buberl-Zimmermann freute sich, dass sie das erste Abzeichen in Gold an die Eheleute Heinz und Renate Weber verleihen durfte. Beide seien jahrzehntelang der Wanderbewegung verbunden und hätten sich auch im Verbandsbereich große Verdienste erworben. Heinz Weber ist Ehrenvorsitzender des Spessartbundes, seine Frau Renate ist Ehrenmitglied des Deutschen Wanderverbandes.

Für das Deutsche Wanderabzeichen (DWA) gelte es alterspezifische Anforderungen zu erfüllen. Kinder bis zum 12. Lebensjahr müssen mindestens 100 Kilometer, Jugendliche bis zum 17. Lebensjahr mindestens 150 km und Erwachsene mindestens 200 km im Kalenderjahr erwandern.  Ob die Strecke dabei bei Nordic-Walking-Touren,  Geocaching-Veranstaltungen oder   Mehrtageswanderungen zurückgelegt werde, sei nicht von Bedeutung. Ebenso könnten Gesundheits- oder Familienwanderung,  Skilanglauf, Schneeschuhwandern oder, Radwandern usw. (50 km = 10 km) angerechnet werden.  Menschen mit einer anerkannten Behinderung müssten nur 50 % der Anforderung erbringen, um in ihrer Altersklasse das Deutsche Wanderabzeichen zu erhalten!

Mit Vorsitzenden-Stammtischen will Vorsitzender Dr. Gerrit Himmelsbach die Kommunikation in den Gauen und Ortsgruppen regionalisieren und verbessern.  Als Termine kündigte er dafür vier Veranstaltungen an, darunter am 10. Juli in Bischbrunn-Oberndorf,  an. Als jüngstes Mitglied wurde der „Kulturverein Hösbach“ in den Reihen des Spessartbundes begrüßt.  Wolfgang Beyer, stellvertretender Hauptkulturwart freute sich darüber und kündigte nach dem großen Erfolg in Lohr als nächstes Highlight „Kulinarik & Dialekt“  am 25. Juli in Hösbach an. Eine weitere größere Veranstaltung ist am 9. Mai in Schöllkrippen (Mittelpunkt Europas). Auf der Landesgartenschau in Alzenau will das Spessartbund-Verbandsorchester „Frisch auf 2015!“ unter der Leitung von Sabine Geis aus Mömlingen am 30. Mai von 14.00 Uhr bis 16.30 Uhr, auf der Sparkassen-Bühne am Generationenpark ein großes Konzert bieten. Nach dem  2005 gestarteten Weltrekordversuch  zum „größten Mandolinenorchester der Welt“ in Bürgstadt und einem Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde haben sich 2015 erneut sechs Orchester zusammengefunden, um die Zupfmusik  abwechslungsreich in all ihren Facetten vorzustellen, so Hauptvorsitzender Himmelsbach. Das diesjährige Bundesfest des Spessartbundes-findet am 5. Juli in Waldaschaff in der Festhalle statt. Die traditionelle Pollaschfeier zum Gedenken an die verstorbenen Vereinsmitglieder ist am 11. Oktober in Heigenbrücken. Die Herbstversammlung des Spessartbundes findet am  14. November in Seligenstadt statt.

Text und Bilder: Richard Krebs

Modernes und sicheres Wandern im Mittelpunkt

Bischbrunn/Aschaffenburg. Wie heute modernes und sicheres Wandern funktioniert war Gegenstand der ganztägigen Wanderwartetagung am 11.04.2015 im Wanderheim der Heimat- und Wanderfreunde Oberndorf-Bischbrunn. Hauptwanderwartin Heike Buberl-Zimmermann (Hösbach-Rottenberg) hatte die Tagung mit rund 75 Wanderwarten und ausgebildeten Wanderführern im Spessartbund zusammen mit ihrem Stellvertreter Uwe Brüggmann (Seligenstadt) organisiert.
Erstmals nahmen die neu ausgebildeten Wanderführer teil, die erst im März nach einer 80stündigen Ausbildung ihre Zertifikate als Natur- und Wanderführer erhalten hatten.
Buberl-Zimmermann nutzte die Gelegenheit, ihrem Stellvertreter zu gratulieren, der zuvor bei der Frühjahrstagung des Bayerischen Wanderverbandes zum Landesfachwart „Wandern" gewählt worden war.
Zu Beginn der Tagung begrüßte der stellvertretende Hauptvorsitzende Richard Krebs (Bischbrunn) auch als Vertreter des örtlichen Spessartbundes. Dritter Hauptvorsitzender Michael Bergmann (Hösbach) informierte über „Aktuelles und Organisatorisches" im Spessartbund.

Neue Wanderordnung
Zu Beginn blickte Uwe Brüggmann auf das Wanderjahr 2014 mit vielen Aktivitäten zurück. Heike Buberl-Zimmermann stellte danach die „neue" Wanderordnung vor. Diese regelt die Auszeichnungen für Wanderungen der Mitglieder in den Ortsgruppen. Die neuausgearbeitete Version wurde detailliert diskutiert und wird nun dem Hauptvorstand zur Beschlussfassung vorgelegt.

Kulturelle Wanderung nach Mittagspause
Nach dem Mittagessen führte der Vorsitzende des Heimat- und Wandervereins Oberndorf-Bischbrunn Peter Engelhardt eine Rundwanderung zum Teil auf dem Kulturweg  „Jagd des Prinzregenten Luitpold im Spessart". Unterwegs stellte der stellvertretende Hauptvorsitzende und ehemalige Bischbrunner Bürgermeister Richard Krebs die 125jährige Geschichte der Bischbrunner Kirche vor.

Nach diesem erholsamen Rundgang informierte Heike Buberl-Zimmermann  über „Rechte und Pflichten" der Wanderführer. Nicht immer sind einsichtige Wanderer dabei, die ihre gesundheitliche und konditionelle Leistungsfähigkeit richtig einschätzen können. Dass es dabei sowohl für Wanderer, als auch Wanderführer „Risiken und Nebenwirkungen" gibt und Haftungsfragen entstehen können machte die Referentin deutlich.
Die „Rechtsstellung des Wanderführers" und mögliche Haftungsfragen waren Gegenstand ihrer Ausführungen. Eine Gewissenhafte Vorbereitung von Wanderführer und –gruppe vor dem Start sei deshalb unerlässlich.

Wie sieht die Zukunft des Wandern aus?
Einen Ausblick über „Wanderungen und Veranstaltungen 2015" gab Uwe Brüggmann. „Modernes Wandern" beinhalte heutzutage nicht mehr die nächste Gastwirtschaft als Ziel anzulaufen. Vielmehr sei es Aufgabe des Wanderführers, unterwegs gekonnt Wissen zu vermitteln. Themenwanderungen mit Gesundheit, Geologie, Fauna und Flora , GPS-Einsatz oder Heimatgeschichte gehörten heute zum umfangreichen Repertoire eines qualifizierten Wanderführers. Dies bedarf organisatorischer Vorbereitung, sowie Souveränität in Rechts- und Sicherheitsfragen.

Ab Herbst neuer Wanderführerlehrgang
Uwe Brüggmann bewarb den nächsten Wanderführerlehrgang im Herbst. An vier Wochenenden und 80 Ausbildungsstunden werde die Ausbildung zum „zertifizierten Natur- und Landschaftsführer" erworben. Er beginnt am 30. Oktober 2015 in Heimbuchenthal und endet auch dort mit der Abschlussprüfung am 21. Februar 2016. Anmeldungen sind bei Uwe Brüggmann unter uwe.brueggmann@onlinehome.de oder die Geschäftsstelle des Spessartbundes in Aschaffenburg bis zum 31.7.2015 möglich. Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Personen begrenzt. Eine Mitgliedschaft im Spessartbund oder einer der Ortsgruppen ist für eine Teilnahme von Vorteil bzw. empfehlenswert.

Fotos und Text: Richard Krebs, redaktionell überarbeitet

Spessartbundtermine und Fachwartetagungen

01.05.2015      Gausternwanderung Klingenberg, Gau Obernburg

30.05.2015      Mandolinenorchester bei der Landesgartenschau in Alzenau

28.06.2015      Gausternwanderung + 90 Jahre Partenstein am Forstgarten, Gau Lohr

05.07.2015      Bundesfest in Waldaschaff

12.07.2015      Gausternwanderung Gailbach, Gau Hohe Warte

18.07.2015      Gausternwanderung nach Johannesberg, Gau Kahlgrund

18.07.2015      Fest Brüderschaft der Völker mit Beteiligung der Wanderjugend

25.07.2015      „Kulinarik und Dialekt“ am Hösbacher Marktplatz

01.08.2015      eine Woche Kinderzeltlager der Wanderjugend u. des DWV

09.08.2015      Gausternwanderung Hösbach, Froschmaulbrunnenfest, Gau Aschafftal

Sep/Okt 15      Naturwartetagung

11.10.2015      Herbstvollversammlung der Jugend

11.10.2015      Pollasch

14.11.2015      Vertreterversammlung in Seligenstadt

Der Spessartbund

Wir haben ca. 16.000 Mitglieder in 100 Vereinen zwischen Frankfurt, Würzburg, Schlüchtern und Tauberbischofsheim. Unser Hauptsitz liegt in Aschaffenburg.

Unsere Aktivitäten umfassen Wanderangebote, Wegemarkierung, Naturschutz sowie Jugend- und Familienarbeit. Der Bereich Kultur ist aktiv in der Geschichtsforschung, Musik (besonders Mandolinenspiel), in Kulinarischem und Dialekt.

Wir haben uns vorgenommen, die Menschen in der Region in Bewegung zu bringen. [mehr]


100 Jahre Spessartbund

Besuchen sie unseren Rückblick auf "100 Jahre Spessartbund" im Jubiläumsjahr 2013 Opens external link in new windowhier


miteinander für die Heimat - 100 Jahre Spessartbund

Zum 100. Jubiläum präsentiert der Spessartbund seine Geschichte in einem Bildband mit knapp 400 Fotografien. Aufgeteilt in die Bereiche „Verbandsgeschichte“, „Fachbereiche“und „Unsere Ortsgruppen“ legen wir ein Zeugnis der Vielfalt eines Jahrhunderts Engagement für die Heimat vor. Opens external link in new window[mehr]

Das Buch kann über die Geschäftsstelle für 19,95 Euro erworben werden (ISBN 978-3-00-040471-9). Für Mitglieder gibt es einen Vorzugspreis.