Veranstaltungen

Wieder erfolgreiche Brut

Vor etwa 15 Jahren hat der Wanderverein Wanderlust Feldkahl, unterstützt von einem Hubwagen des E-Werks Goldbach-Hösbach an der Trafostation Eichbildstraße einen Falkenkasten angebracht.

Die auffällig große Zahl von Falken und die offensichtlich geringen Brutmöglichkeiten veranlassten uns zu dieser Aktion.

Mit Unterbrechungen richteten sich in den letzten Jahren immer wieder Brutpaare in der Nisthilfe ein.

In diesem Jahr 2014 war, auf Grund des milden Winters und des daher guten “Mäuseangebots“, der Bruterfolg groß.

Vier junge Falken wurden großgezogen.

Am 26.05.2014, die Bilder entstanden am 25.05.2014, war es dann so weit.

Die „Vierlinge“ verließen ihre Kinderstube und flogen in ihr neues Erwachsenenleben.

Herbert Beisser, Wanderlust Feldkahl e.V.

Amazonien am Rhein - Rundwanderung durch das Naturschutzgebiet Kühkopf-Knoblochsaue bei Stockstadt am Rhein

Sonntag, der 12. April 2015 war ein herrlich sonniger Frühlingstag. 25 Naturfreunde machten sich per pedes auf den Weg, das mit 24 km² größte Naturschutzgebiet Hessens in der nördlichen Oberrheinebene zu erkunden. Die Gruppe startete von der Altrheinbrücke in Riedstadt-Erfelden, ca. 15 km westlich von Darmstadt.

Im Jahr 1829 wurde die damalige Rheinschleife mit einem Durchstich begradigt und damit der Kühkopf vom Hauptfluss abgetrennt. Er wurde seit diesem Zeitpunkt intensiv land- und forstwirtschaftlich genutzt. Im Frühjahr 1983 ließ der Rhein seine Muskeln spielen und es kam nach mehreren Hochwasserdammbrüchen innerhalb kurzer Zeit zweimal zur Vernichtung der gesamten Aussaat, so dass die Landwirtschaft auf dem Kühkopf aufgegeben wurde. Diese Hochwasserkatastrophe war letztendlich ein Segen für die Natur. Ab diesem Zeitpunkt konnte sie sich wieder nach den Gesetzen des Rheinwasserstandes, der hier bis zu 7 Metern variieren kann, entwickeln. Aus dem Kühkopf wurde eine Auwaldinsel, die sich - wieder vom Altrhein umflossen - weitgehend selbst überlassen wurde. Sie ist nun wieder eine wilde Landschaft mit Flora und Fauna, wie sie nur noch selten in unserem Land zu finden ist.

Bei der fast 17 km langen Rundtour durch die Auenlandschaft konnten die Wanderer die starken Pappeln mit ihren riesigen Misteln und die zahllosen großen Kopfweiden der Weichholzaue bewundern. Diese überleben es, bis zu 300 Tagen im Jahr unter Wasser zu stehen. In der höher gelegenen Hartholzaue in Karls- und Rindswörth, die bis zu 100 Tage im Jahr unter Wasser stehen kann, waren starke alte Eichen, die seltenen Flatterulmen mit ihren markanten Brettwurzelanläufen, der wilde Hopfen und die Waldrebe mit ihren Lianen zu bewundern. Riesige Bärlauchteppiche, die zum Teil bereits in Blüte standen, sorgten mancherorts für einen knoblauchähnlichen Geruch in der Luft.

An den drei Vogelbeobachtungsständen zeigten sich unter anderem der Schwarzmilan, der im Naturschutzgebiet die größte Brutdichte in ganz Mitteleuropa hat, der farbenprächtige Eisvogel und mehrere Gänse- und Entenarten. Auch einen Sumpfbiber, auch Nutria genannt, konnten wir beobachten. 

Am Ende der eindrucksvollen Wanderung wurde so manchem Teilnehmer die mahnenden Worte des amerikanischen Forstwissenschaftlers Aldo Leopold klar:

"Wildnis ist eine Absage an die Arroganz des Menschen!"

Die Bilder zeigen den Stammfuss einer Flatterulme, einen der großen Bärlauchteppiche sowie die Wandergruppe auf der Altrheinbrücke in Erfelden.

Herzliche Grüße und Frisch auf

Christiane und Burkhard Staab

Tel. 06029-996672

Familiennachmittag der Wanderlust Breunsberg „Der Natur auf der Spur“ am 29.03.2015

Trotz des verregneten Wetters starteten am Palmsonntag wieder drei Gruppen zum alljährlichen Naturquiz rund um die Breunsberger Schutzhütte. Unter der Führung von Sebastian Reuter, Daniel Tusch und Christof Schimmer waren 23 Fragen aus den Themenbereichen Bäume, Sträucher und Kräuter, Vögel, Fledermäuse, Insekten, Amphibien und Reptilien zu beantworten. Ein Hauptthema war diesmal der Habicht - Vogel des Jahres 2015. Weitere ausführlichere Infos gab es über den Steinkauz und den Eisvogel.

Die fünf Gewinner des Quizes wurden mit Buch- und Sachpreisen belohnt. Für alle anderen Teilnehmer gab es viele Trostpreise. Ein großer Spaß war auch das Fangen von Schaumküssen mit dem Mund die mit der Schaumkuss-Schleuder befördert wurden.

Am Ende gab es für die Kleinen und auch so machen Großen noch ein Kasperl-Theater mit dem Titel „Das Schlossgespenst“.

Herzlichen Dank an die Ausbildungsabteilung der Jägervereinigung Aschaffenburg und dem Imkerverein Mömbris für die Bereitstellung der Tierpräparate. Herzlichen Dank den sachkundigen Führern der Gruppen, den freiwilligen Helfern, den Kuchenspendern und nicht zuletzt den naturbegeisterten Familien und Vereinsmitgliedern, die trotz des schlechten Wetters gekommen waren.  

Viele Grüße

Burkhard Staab, Naturschutzwart der Wanderlust Breunsberg, Tel. 06029/996672

 

Familiennachmittag „Der Natur auf der Spur“ an der Schutzhütte des Wandervereins Breunsberg am 13.04.14


Bei herrlich sonnigem Wetter waren zahlreiche Teilnehmer und Vereinsmitglieder aus Nah und Fern zur traditionellen Palmsonntagsveranstaltung zur Schutzhütte gekommen. Die kleineren Besucher wurden in der Bastel- und Malecke von Katrin und Achim Dahlheimer betreut. Sie konnten dort ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Lustige Gesichter gab es wieder in der Schminkecke zu bewundern. Beim Naturquiz galt es von den Naturdetektiven Fragen aus den Bereichen Bäume und Sträucher, einheimische Vogelwelt, sowie der Welt der Insekten zu beantworten. So konnte man beispielsweise den Unterschied zwischen Fichte und Tanne, Bärlauch und Maiglöckchen, sowie einiges aus dem Leben der Uhus erfahren. Eine Mithilfe der Eltern beim Quiz war ausdrücklich erwünscht. Den ersten Platz belegte Meike Dahlheimer, zweiter wurde Amelie Wüst. Der dritte Platz wurde vom Team Helena und Ole Tusch belegt. Die Gewinner bekamen Buchpreise und danach wurden alle Teilnehmer mit Ostereiern und süßen Kleinigkeiten belohnt. Auch beim Stockbrotbacken hatten die Kids noch viel Spaß.

Wir danken der Ausbildungsabteilung der Jägervereinigung Aschaffenburg für die bereitgestellten Tierpräparate, den zahlreichen Kuchenspendern und allen anderen, die zum Gelingen dieser Veranstaltung beigetragen haben.

 


Gewinner des Naturquizes (von links: Ole und Helena Tusch, Amelie Wüst, Meike Dahlheimer, Naturschutzwart Burkhard Staab)