ANDORRA 2006 - Seen wie Perlen und ein Blumenmeer

So schön hatten wir uns Andorra und das Wandern hier nicht vorgestellt, doch der Zwergstaat zwischen Spanien und Frankreich besitzt eine einzigartige Landschaft: hohe, fast das ganze Jahr über schneebedeckte Berge, tief eingeschnittene Täler, dichte Wälder, schroffe Felswände, ausgedehnte Bergwiesen und kristallklare Flüsse und Bergseen. Wanderer, Kletterer und vor allem Naturliebhaber kommen hier voll auf ihre Kosten. Im Winter ist Andorra ein Paradies für Schifahrer. Es besitzt das größte Schigebiet der Pyrenäen und die modernsten Liftanlagen Europas.

Deutsche Wanderer sind noch sehr selten, um sie wird geworben, und die Wandergruppe aus dem Spessart war die erste deutsche Gruppe im Himalaja - Hotel in Soldeu, gelegen auf 1900 m Höhe. Die Spechte aus 7 Ortsgruppen unter Leitung von Heinz und Renate Weber haben den angebotenen Service gern nutzen können: täglich zwei geführte Wanderungen mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad, deutschsprachige Führer, immer ein Bus dabei und eine erstklassige Unterbringung.

Wir erwanderten alle die wunderschönen Täler: das Incles -Tal mit Kiefernwald, Hunderten von Rhododendronbüschen und blumengesäumtem Bachlauf und machten Picknick am Siscaro-See. Wir sahen die Blütenpracht im Naturpark Sorteny, und durchwanderten das Mandriu-Tal, das ob seiner Ursprünglichkeit UNESCO - Weltnaturerbe ist. Eine Wanderung durch die Granitlandschaft des “Circ de Pessons” mit seinen markanten Bergformationen war eine unserer schönsten Touren. Wir kamen an zahlreichen Seen vorbei, und vom Gipfel des "Pic de Pessons" hatten wir einen wunderbaren Fernblick auf alle 17 Seen und Teiche und hinüber auf die bedeutendsten Berge des östlichen Andorra und auf das französische Carlit – Massiv. Wir fuhren ins Tal von Ransol, wanderten dort und blickten im Wald von Rabassa hinüber nach Spanien. Den krönenden Abschluss unserer schönen Woche bildete eine Tour auf einem Höhenweg rund um die Tristaina Seen. Wir konnten täglich eine phantastische Blütenwelt erleben, zum Teil anstrengende, aber ungefährliche Wege gehen, Ausblicke genießen, bei strahlendem Sonnenschein picknicken und müde und glücklich ins Hotel zurückfahren.

Die Geschichte des Landes und seine kulturellen Schätze kamen auch nicht zu kurz: Wir besichtigten in der Hauptstadt Andorra das Parlament, die Kirche, den Marienwallfahrtsort Meritxell, ein Fürstenhaus und das Tabakmuseum. Der Tabak war einst eine der

Haupterwerbszweige Andorras. In der Hauptstadt konnten wir zollfrei einkaufen: Zigaretten, Alkohol und Parfüm, und im Thermalbad Caldea uns herrlich entspannen.

Unsere Spessartbundgruppe war, wie gesagt, die erste deutsche Gruppe, doch Gruppen aus verschiedenen Wandervereinen haben für dieses Jahr schon gebucht. Für jede Gruppe wird ein Wanderprogramm nach Wunsch maßgeschneidert. Wer sich für Wandern in Andorra interessiert, kann sich Informationen bei der Spessartbund-Geschäftsstelle holen oder direkt beim Manager der Himalaja- Hotels (marcos.berasaluce Himalaia Hotels ).

Renate Weber